Hamburg Calling!

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Als echte Hamburger Deern zählt das Franzbrötchen natürlich zu meinen Grundnahrungsmitteln. Gerade während meiner Studienzeit, habe ich es als tägliches Frühstück genussvoll in der Vorlesung verspeist. Es muss schließlich genug Zucker im Blut sein, wenn man Thermodynamik- oder Nachrichtentechnik-Kurse verstehen oder sagen wir lieber durchstehen möchte. Und diesen Zuckerbedarf deckt so ein Franzbrötchen defintiv. Folglich war es nicht wegzudenken aus meinem Studienalltag. Sei es nun klassisch mit Zimt oder mit viel Schokolade. Sehr viel Abwechslung gab es also auf meinem Vorlesungs- äh ich meine natürlich Speiseplan nicht. Warum denn auch? Diese Hamburger Variante des Croissants ist einfach zu lecker. Mittlerweile sind einige Ableger dieser Hamburger Rarität auch in Berlin oder anderen Städten anzutreffen. Aber die echten Franzbrötchen gehören nun einmal nach Hamburg! Zu genießen sind sie defitiv nicht nur im Vorlesungssaal, sondern am allerbesten:

Mit nem Pott Kaffee in der Hand und den Füssen im Elbstrand. Das ist doch auch mal eine spannende Variante fürs Osterfrühstück! (Und man muss es ja noch nicht barfuß versuchen.)

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Das Rezept habe ich natürlich auch aus einem hamburger Kochbuch – „Koch Echt“ von Fabio Haebel! Großartig!

Zutaten:

1/2 Würfel Hefe (21g)

40g Zucker

130ml lauwarme Milch

250g Weizenmehl (Type 550), zusätzlich etwas zum Arbeiten

30g eiskalte Butter

1 Prise Salz

Für die Füllung:

100g kalte Butter in Scheiben

50g brauner Zucker

80g Zartbitter-Schokoladendrops (ich habe gehackte Schokolade genommen)

oder wer mag macht statt der Schokolade mit Zimt (Ca. 1 EL)

Als erstes die Hefe, Zucker und Milch miteinander verrühren und 10 Minuten stehen lassen.

Das Mehl in eine Schüssel geben und in der MItte eine Kuhle machen. Hier nun die Milch-Hefemischung hineingeben. Eine Prise Salz darüber streuen. Langsam etwas Mehl vom Rand einrühren und dann immer mehr Mehl mit in die Masse einarbeiten. Nun mit dem Rührgerät (oder wer hat der Küchenmaschine) zu einem Teig verkneten.

Diesen abgedeckt ca. 1 Stunde gehen lassen.

Auf einem bemehlten Fläche den Teig nun auf eine Fläche von ca. 15 mal 20 cm ausrollen. Die kalte Butter auf eine Hälfte des Teiges legen und die andere Hälfte darüber falten. Die Ränder gut andrücken. Alles mit etwas Mehl bestäuben und weiter ausrollen, bis die Fläche doppelt so groß ist. Teigränder nochmal zusammendrücken und unter den Teig falten. Den Teig von der schmalen Seite her zu einem Drittel umklappen. Dieses dann nocheinmal umschlagen, sodass drei Schichten übereinander liegen. Wieder mit etwas Mehl bestäuben und alles zu einer ca. 25cm mal 35cm großen Fläche ausrollen. Ich hatte es fast schon aufgegeben, aber so läßt sich der Mathekurs vom Studium also doch noch zu etwas Sinnvollem einsetzen. Nun den Teig mit Zucker und Schokolade oder wahlweise Zimt besträuen. Alles von der breiten Seite her aufrollen. Die Nahtstelle sollte am Ende unten liegen. Alles etwas andrücken und die Rolle in ca. 5cm breite Stücke schneiden. Mit einem Löffel in der Mitte jedes Stückchen fest andrücken, sodass sich alles nach außen wölbt. Ich war an dieser Stelle etwas zu zaghaft :). Ich habe noch etwas Zucker oben drüber gestreut.

Die kleinen Franzbrötchen nun auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen und an einem warmen Ort für ca. eine halbe Stunde gehen lassen. Den Ofen auf 190 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen und für ca. 25 Minuten backen. (Bei mir war es etwas weniger). Beim nächsten Mal teste ich, ob man sie vor dem Backen nicht besser noch mit Zuckwasser oder etwas Eigelb bestreicht, damit sie etwas mehr glänzen…

Aber auch so war der Duft einfach unwiderstehlich.

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Auf dem Balkon war es heute schon wunderbar – besonders mit dem noch heissen Franzbrötchen!

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Fand der Kater auch

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2 Antworten

  1. hm lecker, Franzbrötchen! Wie oft hab ich die mir früher unterwegs gekauft. Dass man die auch selbst backen kann!! … :) sehen super aus! Frohe Ostern!

  2. undertherooftopcook

    Lieben Dank! Ging auch recht einfach, sobald man den Dreh mit dem Falten raus hatte.

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