Rhabarber – Eine Undercover Mission

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Nachdem nun viele lange Wintermonate der Granatapfel für Aufregung in meinen Salaten gesorgt hat, gibt es nun endlich einen neuen Geheimagenten im Vereinigten Königreich des Salates. Im ersten Moment tarnt sich der rosarote Agent zwischen hauchdünnen Radieschenscheiben und kleinen knallig roten Tomaten. Schließlich wird das Auge auch noch von zarter Hähnchenbrust und knackigem grünen Spargel abgelenkt. Da kann man diese feinen rosa Streifen leicht übersehen. Doch es ist die süß säuerliche Note unseres neuen Helden, die dem Salat einen genialen Kick gibt. Nur ein paar wenige Streifen Rhabarber genügen, um einen einfachen Salat in einen echten Thriller zu verwandeln. Unser Agent ist im heutigen Fall nicht ganz nüchtern. Anders als Mr. Bond hat er jedoch nicht am Martini genippt, sondern sich mit Aperol vergnügt. Das gibt ihm eine leicht herbe Note und passt farblich auch viel besser. Wer Spaß an einer spannenden süß-sauren Salat-Kombination hat, sollte diese Variante unbedingt einmal ausprobieren. Für mich darf mein neuer Agent defintiv noch eine Weile weiter ermitteln: Der Frühling hat schließlich gerade erst angefangen und es gibt noch einige ungelöste Fälle (nicht nur im Salat)!

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Zutaten (für 2 Personen):

2 Stangen Rhabarber

1 Bund grüner Spargel

2 Hähnchenbrustfilets

3 Frühlingszwiebeln

eine Handvoll kleiner Cocktailtomaten

eine kleine Handvoll Radieschen

als Salatbasis z.B.: Feldsalat, junger Mangold, Rucola etc.

ein guter Schuss Aperol

einige Spritzer Zitronensaft

Salz, Zucker und Pfeffer

Chili

2 Zweige Rosmarin

2 Zehen Knoblauch

etwas Parmesankäse zum Drüberstreuen

für die Vinaigrette:

1 TL Senf

5 EL Sonnenblumenöl und ein 1 EL Olivenöl

3 EL Rotweinessig

Salz, Pfeffer, Honig

Vom Rhabarber mit einem Sparschäler dünne Streifen abschälen. In einem kleinen Topf ca. einen fingerbreit Aperol, etwas Zucker und einige Spritze Zitrone geben. Den Rhabarber hinzufügen und alles leicht köcheln lassen, bis die Rhabarberstreifen leicht weich sind (ca. 2min). Achtung nicht zu lang köcheln lassen, sonst zerfallen sie. Abschmecken und ggf. etwas nachsüßen oder noch einige Spritzer Zitronensaft hinein träufeln. Vom Herd nehmen.

Den Salat waschen und putzen – auf zwei Tellern verteilen. Radieschen in feine Scheiben schneiden und mit den halbierten Tomaten ebenfalls auf dem Tellern verteilen.

Für die Vinaigrette: Den Essig, Senf und das Öl mit einem Schneebesen schnell verquirlen. Honig hinzufügen. Ein wenig von der Aperol-Rhabarber-Flüssigkeit zu der Soße geben und alles nach Belieben salzen und Pfeffern oder nachsäuern. Eine Vinaigrette ist eine sehr persönliche Sache – da mag ich keine zu strikten Anweisungen. :)

Das Hähnchenbrustfilet anbraten – ich nehme gerne etwas gehacktes Rosmarin, Chili und am Ende etwas Honig dazu.

Den Spargel schälen oder wer es lieber ungeschält mag, schneidet oder bricht das untere Viertel ab. Die Stangen in 3cm große Stücke schneiden. Die Frühlingszwiebeln und Knoblauch klein schneiden und in einer Pfanne mit etwas Öl anbraten. Nach kurzer Zeit den Spargel dazu geben und alles bei mittlerer Hitze anbraten. Der Spargel sollte nicht zu weich werden. Ich gebe immer noch einen Klecks Butter hinzu. Mit Salz, Pfeffer, Zucker und etwas Chili würzen.

Sobald das Fleisch gar ist, aufschneiden und mit dem Spargel auf den Salattellern verteilen. Nun die Rhabarber-Streifen dazu drapieren.

Wer mag hobelt noch einige Späne Parmesan über den Salat. So gesellt sich zu der Säure noch ein weicher Mitspieler(In). Wenn ich mich recht erinnere, war das bei Mr. Bond auch immer so.

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