Nordische Krabben-Dill-Küchlein oder meine salzige Ader erwacht!

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Ich hätte gar nicht vermutet, dass ich so viele süße Rezepte posten würde. Denn eigentlich bin ich ein großer Fan von allen salzigen Dingen. Chips ziehe ich einer Tafel Schokolade vor und ich warte bei einem guten Menü auch nicht sehnlichst auf den Nachtisch (Bei weichem, extra dunklem Schokokuchen, mache ich jedoch eine Ausnahme.). Aber in der letzten Zeit hat mich einfach ein großer „Zucker-Jeeper“ befallen. Das liegt vermutlich an dem kalten Wetter. Am Wochenende setzte sich jedoch trotz muffeliger Regenwolken meine salzige Ader wieder durch. Lust aufs Backen hatte ich dennoch. Drum gab es bei uns herzhafte Krabben-Dill-Küchlein, die sich wunderbar zu einem Glas Weißwein verspeisen ließen. Ein frischer mit Obst und Nüssen bestückter Salat und ein Klecks Joghurt dazu: ein perfektes Sommeressen auch bei Regen. Normalerweise liebe ich es, sämtliches Backwerk möglichst ofenfrisch zu verputzen. Bei diesen Küchlein lohnt es sich jedoch eindeutig das Abkühlen noch abzuwarten. Der Geschmack ist defintiv noch intensiver, was mir bei einer nächtlichen Plünderung des Kühlschranks auffiel. Also eine Rezept, das man wunderbar vorbereiten kann und defintiv auf meiner „Feed-The-Party-Crowd“-Liste landen wird.

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Zutaten für 11 bis 12 kleine Silikon-Muffinförmchen:

200g gepulte Nordseekrabben, küchenfertig, ohne Schale (ich habe vorgekochte genommen)

100g junger Gauda (es lohnt sich auch einen kräftigeren Käse wie Gruyère auszuprobieren)

150g Joghurt

1 große rote Zwiebel (fein geschnitten)

2 Knoblauchzehen (klein gehackt)

ein kleines Bund Dill

150g Mehl

100 ml Rapsöl (ich habe auch etwas Sonnenblumenöl und Walnußöl untergemischt)

1 TL Backpulver

3 Eier (Größe M)

Salz und Pfeffer zum würzen

wer mag nimmt noch etwas Chili

Für die Joghurt-Soße:

150g Joghurt

einige Spritzer Zitronensaft

3 Zweige Dill feingehackt

Salz und Pfeffer zum würzen

Den Backofen auf 180 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Die Zwiebel in feine Würfelchen schneiden und mit etwas Öl in einer Pfanne glasig anbraten. Die Krabben (falls ihr frische nehmt, vorher kurz mit kaltem Wasser abspülen und abtropfen lassen) und den Knoblauch hinzufügen und kurz mitanbraten. Alles mit Salz und Pfeffer (ggf. Chili) abschmecken und abkühlen lassen.

Den Käse reiben und den Dill fein schneiden. Die Eier und das Öl schaumig aufschlagen. Nun Mehl und Backpulver darüber sieben und unterrühren. Den Joughurt und Käse hinzufügen. Wenn alles gut zu einem geschmeidigen Teig vermengt ist, die Krabben und den Dill hinzufügen. Alles gut mit Salz und Pfeffer würzen! Die Silikonförmchen befüllen und ca. 15 Minuten im Ofen backen. Lauwarm oder kalt genießen.

Für die Joghurt-Soße einfach alle Zutaten miteinander vermengen und zum Dippen zu den Küchlein servieren.

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Wenn ihr Lust habt, macht einen frischen Salat mit Aprikosen dazu:

Zutaten für den Salat (2 Personen):

2 Aprikosen in feine Spalten geschnitten

4 gute Händevoll Rukola und Babyspinat

eine kleine Handvoll Walnüsse, klein gehackt

eine kleine Handvoll Rispen-Tomaten

1 Frühlingszwiebel in feine Ringe geschnitten

Für die Vinaigrette:

1,5 EL Rotweinessig und 4 EL Olivenöl mit einem Schneebesen schaumig aufschlagen. Dann 1,5 TL Honigsenf und 1 TL Aprikosenmarmelade hinzufügen. Alles mit Salz und Pfeffer ggf. noch etwas mehr Marmelade abschmecken. Die Zutaten für den Salat vermengen und die Salatsoße darüber geben.

Das Rezept für die Küchlein habe ich in dem Magazin „Lust auf Genuss – Pikante Kuchen & Wein“ gefunden und nur ein wenig abgewandelt. Die Ausgabe ist schon etwas älter, aber hat großartige Rezepte für Freunde der salzigen Küche! Ich werde bestimmt demnächst noch ein Rezept daraus ausprobieren.

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3 Antworten

  1. Boa jetzt bekommt ich doch glatt einen riesen Hunger auf herzhafte Muffins. Die sind immer so schnell und praktisch im Mund verschwunden.
    Schön dass deine salzige Ader wieder erwacht ist, ein klasse Rezept.
    Liebe Grüße
    Tanja

    • undertherooftopcook

      Vielen Dank, liebe Tanja! Sie waren auch in der Tat viel zu schnell weg! Mal sehen, was die salzige Ader noch hervorbringt :). lg anne

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